Wie oft im Leben hat man schon von der Idee eines Sabbatjahres geträumt? Sei es nach dem Studiumabschluss oder nach einem Jobwechsel – das Sabbatjahr ist sicher eine Zeitspanne, in der man alles in Frage stellt und sich selbst wiederfinden will.

Ein Sabbatjahr auf dem Land? Wieso nicht?

Eine Auszeit, um auf dem Land zu arbeiten, kann eine gute Gelegenheit nicht nur für junge Menschen sein, den Kontakt zur Natur wieder herzustellen und ihren Rhythmen zu folgen. WWOOF (WorldWide Opportunities on Organic Farms, Weltweite Möglichkeiten auf Biobauernhöfen) ist eine internationale Organisation, die Bio-Landwirte und Menschen, die sie besuchen möchten, in Kontakt setzt. Sich solch eine Erfahrung zu schenken, bedeutet laut WWOOF folgendes:

  • die Welt der Bio-Landwirtschaft näher kennenzulernen, indem man sich selbst herausfordert, Hilfe leistet und einen sehr alten Beruf erlernt, der heute noch gut für Überraschungen ist;
  • dank dem direkten Kontakt mit den Landwirten menschliche und kulturelle Erfahrungen zu sammeln. Ihre Geschichten und Traditionen stellen ein kulturelles Wissen dar, das verloren geht und wir den neuen Generationen weitergeben müssen;
  • alle aufwendige und kostspielige Verfahren der Bio-Landwirtschaft kennenzulernen, die ausshließlich die Natur berücksichtigen. Da keine Düngemittel und Pestizide verwendet werden, benötigen diese Verfahren noch mehr Arbeit und Aufmerksamkeit;
  • an kulturellen und lehrreichen Erfahrungen teilzunehmen, die auf Vertrauen, Empathie und Nachhaltigkeit beruhen;
  • in einem gesunden Kontext mit anderen Menschen in Kontakt kommen. 

Das Sabbatjahr im Ausland kann sich als umfassende Erfahrung erweisen. Man ist umgeben von der Natur und das Ziel besteht darin, mehr Bewusstsein gegenüber der Bio-Landwirtschaft zu erlangen. Dadurch werden andere Aspekte nicht vernachlässigt, u.a. die lokale Kultur, Sportaktivitäten im Freien und, wieso nicht, auch ein bisschen Abenteuer.

Man kann an der Obsternte teilnehmen oder in den Monaten, in denen das Obst reift, helfen. Man kann die lokale Flora und Fauna kennen und schützen lernen und schlussendlich kommt man mit den lokalen Gemeinschaften und ihren alltäglichen Problemen in Kontakt.

Man lernt die Welt durch Arbeit und Zusammentreffen kennen. Man lernt sich selbst und die Natur um sich herum zu verstehen. Man lernt, Ausdauer zu haben und Empathie zu zeigen. Wenn wir kein ganzes Jahr zur Verfügung haben, kann man auch dank Biorfarm jeden Tag mit lokalen Landwirten in Kontakt kommen. Man kann ihnen schreiben oder sie auf dem Land besuchen, um ihre großartigen Geschichten zu hören!